Doris Leuthard


Klare Worte einer Bundesrätin

«Mit Suizid umzugehen, stellt für alle Beteiligten eine höchste Herausforderung dar. Das Leid beginnt nie erst am Tag der Tat. Und jede Lebens- und Leidensgeschichte dazu ist eine sehr persönliche und eine zu viel. Sie trifft das ganze Umfeld und endet in einem vermutlich einsamen Erlebnis des Suizids. Das muss nicht sein! Oftmals senden belastete Menschen verdeckte Hilferufe aus. Diese gilt es zu erkennen und darauf zu reagieren. Die damit Konfrontierten – Familie, Nahestehende aus dem sozialen Umfeld, Vereinskollegen, Arbeitskolleginnen – müssen wissen, wo sie allenfalls Fragen stellen und Unterstützung holen können.

Ich unterstütze die Initiative, professionelle Stellen zu vernetzen. Die Beratung in der akuten Situation ist das eine, eine dauerhafte Prävention das Ziel in die Zukunft. Im Kanton Aargau gibt es jährlich ungefähr 100 Suizidfälle. Schweizweit sind es 1300 bis 1400, der Aargau rangiert auf dem 14. Platz. Unter den Opfern gibt es fast doppelt so viele Männer wie Frauen. Ob dies auf das alte Cliché der «starken» Männer zurückzuführen ist, die alles im Griff haben? Das Suizid-Netz Aargau soll die Möglichkeit erhalten, durch sachliche Information und professionelle Begleitung zu arbeiten und dem grossen Leid vorzubeugen. Darum unterstütze ich das Anliegen und bitte auch Sie um Unterstützung.»

Doris Leuthard, Bundesrätin